Nachdem Kommunikation mit den Na’vi aufgebaut wurde, kamen Forscher von der Erde auf den Mond, um deren Leben zu beobachten und zu erkunden. Bei späteren Reisen stießen Xenomusikwissenschaftler hinzu und begannen mit Hilfe der Avatare mit der Analyse musikalischer Darbietungen, von Musikinstrumenten, Liedstrukturen und Funktion der Musik. Ihre Funde wiesen gewisse Ähnlichkeiten zu indigenen Kulturen der Erde auf wie die Dominanz von Vokalmusik und Trommeln. Sie entdeckten ebenso bedeutende Unterschiede: den Gebrauch von vielen unterschiedlichen Skalenstrukturen und Texturen sowie auseinanderlaufende Gesangsformen, die aber gleichzeitig gesungen wurden.
Na’vi-Kategorisierung von Liedern basiert auf der Funktion (privat, sozial oder rituell) und auf den Darstellern (Männern, Frauen, Kindern oder allen gemeinsam).
Die Na’vi analysieren ihre Musik nicht: Sie spielen sie nur so, wie sie ihnen gegeben bzw. beigebracht wurde. Die nachfolgenden theoretischen Kenntnisse sind das Ergebnis von Beobachtungen und Analysen durch Xenomusikologen. Die Na’vi haben diese Musiktheorien nie bestätigt. Obwohl sie im Umgang mit Musik sehr kreativ sind, erkennen sie neben Eywa keinerlei theoretische Grundlagen an. Auch wehren sie sich dagegen, ihre Musik mit Außenstehenden zu erörtern, die daran nicht glauben. Eine Analyse nach irdischen Maßstäben würde für sie keinen Sinn ergeben, denn das Studium der Musik ist ihres Erachtens reine Zeitverschwendung.
Tonhöhen, Intervalle und Tonleitern
Die von den Na’vi genutzten Tonleitern sind für ein indigenes Volk ungewöhnlich, misst man sie mit irdischen Maßstäben. Völker der Erde verwenden eine, maximal zwei Skalen und diese beiden sind normalerweise eng miteinander verwandt. Dagegen arbeiten die Na’vi mit drei grundlegend verschiedenen Tonsystemen: dem pentatonischen, dem diatonischen und dem mikrotonalen.
Pentatonische bzw. fünftonige Tonleitern fand man sowohl in hemitonischen als auch anhemitonischen Versionen (mit und ohne Gebrauch der Halbtonschritte) vor. Legt man dazu das westeuropäische System der Beschriftung zugrunde, würde man die Tonleiter in etwa mit C D E G A (anhemitonisch) und C D ES G AS (hemitonisch) notieren.
Die diatonischen bzw. siebentonigen Tonleitern der Na’vi folgen nicht der Struktur von temperierten Halb- und Ganztönen, die man in westeuropäischen Stimmungen findet. Die Na’vi verwenden siebentonige Tonleitern, aber da endet die Ähnlichkeit. Sie erzeugen verschiedene Ausführungsarten durch die Benutzung ungleicher siebentoniger Sätze. Im Rahmen der sieben stimmt die einzelne Note den Satz an und die Beziehung der Noten zueinander kann deutlich variieren.
Die westliche Musikanalyse beruht auf der von Alexander J. Ellis (1814 – 1890) entwickelten logarithmischen Skala, in der winzige Intervalle zwischen Tonhöhen als „Cent“ bezeichnet werden. Da eine Oktave zwölf temperierte Halbtöne umfasst und Ellis jeden Halbton in 100 Cents einteilt, entspricht eine Oktave 1200 Cents. Legt man diese Art der Analyse den am meisten verbreiteten diatonischen Tonleitern zu Grunde, wie man es bei 17 Darbietungen von Tanzliedern getan hat, stellt man fest: Die Na’vi-Oktave – strenggenommen keine korrekte Bezeichnung, da die Na’vi nicht die temperierte Tonleiter kennen – besteht nicht aus 1200 Cents, sondern üblicherweise aus sechzehn gleichen pamtseo ’it, eine von Xenomusikologen entwickelte Bezeichnung. Die Zahl dieser kleinen Musikteilchen stimmt mit der Anzahl der Planeten und Monde im pandorischen Sonnensystem überein.
Einige Lieder nutzen sogar noch kleinere Untergliederungen bzw. Mikrotöne. Der kleinste Mikroton, den man je in einem Na’vi-Lied aufnahm, war ein pamtseo ’it. Zur Erinnerung: Die Aufteilung des pamtseo ’it in fünf Mikrotöne spiegelt möglicherweise die fünf Planeten des Alpha Centauri-Sternensystems wider. Diese Mikrotonalität zeigt sich am hörbarsten in den großartigen Navi-Festtagsgesängen. Die musikalische Beschaffenheit entsteht aus dem Zusammenspiel von Frauen- und Männerstimmen: Die Frauen singen Melodie und Text auf charakteristisch heterophone Weise, während die Männer in Brummgesang verfallen. Statt jedoch eine gleichbleibende Tonhöhe zu brummen, fluktuiert jeder einzelne Sänger seine Höhe mikrotonal, indem er von der vorgegebenen Tonhöhe in beide Richtungen um ein bis zu drei Fünftel pamtseo ’it abweicht.
Eine der größten Schwierigkeiten bei der Transkription der Lieder ist der Umstand, dass die Na’vi keine festen Tonhöhen, Stimmungen und temperierten Tonleitern haben. Die tatsächlichen Tonabstände in jeder Skala variieren von Genre zu Genre, von Lied zu Lied und selbst von Darbietung zu Darbietung. Frühe Forscher waren der Meinung, die Tonhöhen würden von der Stimmung der sie begleitenden Instrumente abhängen. Indessen wird keines der Musikinstrumente als Melodieninstrument genutzt – mit Ausnahme des großen Musikbogens.
Erste Aufzeichnungen über Na’vi-Musik legten die Vermutung nah, Tonleitern würden auf Tonhöhen der Baumtrommel basieren. Das wurde schnell durch die Erkenntnis widerlegt, dass jeder einzelne Baum seine eigenen Tonhöhen hervorbringt. Sänger können sich diesen angleichen, ebenso gut können sie sie komplett ignorieren. Denn die Baumtrommel ist für die Na’vi nur rhythmische Begleitung.
Den Na’vi ist anscheinend wichtig, melodische Grundbeschaffenheiten zu erhalten. Der sinnvollste Weg einer Transkription ist deshalb, die Beschaffenheit einer Melodie darzustellen wohl wissend, dass Intervallräume von Sänger zu Sänger, von Lied zu Lied usw. variieren können. Das folgende Beispiel eines Tanzlieds mit diatonischer Tonleiter macht die Melodiebeschaffenheit deutlich. Während einer Paarungsfeier aufgenommen, zeigt es die typisch fallenden Eigenschaften weiblicher Musik und den charakteristisch großen Stimmumfang.
Satz eins: Frauenstimmen legen die Beschaffenheit der Melodie, Paarungsfeiertanz
Stimmlagen*
..
1*
•
.
7
.
6 • •
.
5 • •
.
4
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3 • • • •
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2 • • • •
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1 • • • •
7
6 • •
5 •
4
3
2
1
Trommelschlagen | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
Ein Punkt oberhalb der Intervallnummer zeigt die nächst höhere „Oktave“ an, zwei Punkte die „Oktave“ darüber.
Diese Art der Transkription ist eine genauere Wiedergabe der musikalischen Praxis der Na’vi als eine Notation der tatsächlichen Tonlagen. Sie verändern sich von Darbietung zu Darbietung, aber das grundsätzliche Verhältnis zwischen den Noten bleibt unverändert. Die Na’vi achten auf die melodische Beschaffenheit und möchten diese in ihren Darstellungen wiedergeben, ungeachtet der genauen Tonlage oder Ausführungsart. Die Melodie dieses Liedes ließe sich deshalb auch wie folgt umschreiben:
Tonstufe (7-stufiges Tonsystem)
6 .
5 .
6 .
3 .
2 .
1 6 5 6 .
3 .
2 .
1 .
5 .
3 .
2 .
1 ..
1
.
3 .
2 .
1
Trommelschlagen | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
Gesetzter Text Ut ra lä (a) Nawm - - - Ut ra lä (a) Nawm - - - tì rol - - - - m(ì) aw - nga
Übersetzung: Der großartige Baum Der großartige Baum (sein) Lied (tragen wir) in uns.
Stimmliche Strukturen und Satzweisen
Die drei vorrangig zu hörenden Satzweisen in der Musik der Na’vi sind Gleichklang, Heterophonie sowie melodischer Brummgesang. Soziale Gesänge singen alle erwachsenen Na’vi meist im dichten Gleichklang.
Heimatbaummusik wird häufig heterophon gespielt, was sich am besten als überlappende Improvisationen einer Melodie beschreiben lässt, die zeitversetzt mit gelegentlichen subtilen Unterschieden in Tonlage (aber nicht in Tonleiter) und Rhythmus gesungen werden. Anhand des bereits genutzten Beispiels des Paarungfeiertanzes lässt sich die Heterophonie der Na’vis in vier Stimmen darstellen:
Stimmlagen*
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Trommelschlagen
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* Ein Punkt oberhalb der Intervallnummer zeigt die nächst höhere „Oktave“ an, zwei Punkte die „Oktave“ darüber.
§ Den Einsatz jeder Frauenstimme zeigen unterschiedliche Farben an.
Gesang und Brummgesang sind wahrscheinlich die interessantesten Texturen der Na’vi. Genauer gesagt: die Heterophonie in den Frauenstimmen und ein mikrotonal schwankender Brummgesang, von Männern gesungen. Diese sind für Festtagsgesänge besonders typisch. (siehe Artikel zu gesellschaftlicher Musik der Na’vi.)
Rhythmen
Trotz der Komplexität ihrer Vokalmusik sind Na’vi-Rhythmen recht einfach. Die meisten sind grundsätzlich gerade Taktarten (zwei oder vier Schläge pro Takt); Anthropologen vermuten, das läge an der symmetrischen Physiologie der Na’vi. Beim Tanzen entsteht automatisch ein Zweiertakt mit einem schweren und einem leichten Schlag. Die Mehrheit der Lieder basiert auf einem Zweier- oder Vierertakt.
Rituelle Gesänge zu Ehren des Heimatbaums und in Trauerzeiten basieren auf einem Dreiertakt. Xenomusikologen, die auch die Kosmologie der Na’vi untersuchten, sind überzeugt: Er stellt die Dreiheit von Eywa, Heimatbaum und Na’vi-Volk dar. Alle Lieder beginnen und enden auf dem ersten Schlag, der am schwersten ist und die Kraft, den Schutz und die Fürsorge Eywas wiedergibt. Der dritte Schlag verkörpert den Heimatbaum, der den Sänger immer wieder zum ersten Schlag, zu Eywa, zurückführt. Der zweite Schlag, der leichteste der drei, symbolisiert die Na’vi, die sich an Eywa und den Heimatbaum schmiegen und aus ihnen Kraft ziehen.
Na’vi-Kategorisierung von Liedern basiert auf der Funktion (privat, sozial oder rituell) und auf den Darstellern (Männern, Frauen, Kindern oder allen gemeinsam).
Die Na’vi analysieren ihre Musik nicht: Sie spielen sie nur so, wie sie ihnen gegeben bzw. beigebracht wurde. Die nachfolgenden theoretischen Kenntnisse sind das Ergebnis von Beobachtungen und Analysen durch Xenomusikologen. Die Na’vi haben diese Musiktheorien nie bestätigt. Obwohl sie im Umgang mit Musik sehr kreativ sind, erkennen sie neben Eywa keinerlei theoretische Grundlagen an. Auch wehren sie sich dagegen, ihre Musik mit Außenstehenden zu erörtern, die daran nicht glauben. Eine Analyse nach irdischen Maßstäben würde für sie keinen Sinn ergeben, denn das Studium der Musik ist ihres Erachtens reine Zeitverschwendung.
Tonhöhen, Intervalle und Tonleitern
Die von den Na’vi genutzten Tonleitern sind für ein indigenes Volk ungewöhnlich, misst man sie mit irdischen Maßstäben. Völker der Erde verwenden eine, maximal zwei Skalen und diese beiden sind normalerweise eng miteinander verwandt. Dagegen arbeiten die Na’vi mit drei grundlegend verschiedenen Tonsystemen: dem pentatonischen, dem diatonischen und dem mikrotonalen.
Pentatonische bzw. fünftonige Tonleitern fand man sowohl in hemitonischen als auch anhemitonischen Versionen (mit und ohne Gebrauch der Halbtonschritte) vor. Legt man dazu das westeuropäische System der Beschriftung zugrunde, würde man die Tonleiter in etwa mit C D E G A (anhemitonisch) und C D ES G AS (hemitonisch) notieren.
Die diatonischen bzw. siebentonigen Tonleitern der Na’vi folgen nicht der Struktur von temperierten Halb- und Ganztönen, die man in westeuropäischen Stimmungen findet. Die Na’vi verwenden siebentonige Tonleitern, aber da endet die Ähnlichkeit. Sie erzeugen verschiedene Ausführungsarten durch die Benutzung ungleicher siebentoniger Sätze. Im Rahmen der sieben stimmt die einzelne Note den Satz an und die Beziehung der Noten zueinander kann deutlich variieren.
Die westliche Musikanalyse beruht auf der von Alexander J. Ellis (1814 – 1890) entwickelten logarithmischen Skala, in der winzige Intervalle zwischen Tonhöhen als „Cent“ bezeichnet werden. Da eine Oktave zwölf temperierte Halbtöne umfasst und Ellis jeden Halbton in 100 Cents einteilt, entspricht eine Oktave 1200 Cents. Legt man diese Art der Analyse den am meisten verbreiteten diatonischen Tonleitern zu Grunde, wie man es bei 17 Darbietungen von Tanzliedern getan hat, stellt man fest: Die Na’vi-Oktave – strenggenommen keine korrekte Bezeichnung, da die Na’vi nicht die temperierte Tonleiter kennen – besteht nicht aus 1200 Cents, sondern üblicherweise aus sechzehn gleichen pamtseo ’it, eine von Xenomusikologen entwickelte Bezeichnung. Die Zahl dieser kleinen Musikteilchen stimmt mit der Anzahl der Planeten und Monde im pandorischen Sonnensystem überein.
Einige Lieder nutzen sogar noch kleinere Untergliederungen bzw. Mikrotöne. Der kleinste Mikroton, den man je in einem Na’vi-Lied aufnahm, war ein pamtseo ’it. Zur Erinnerung: Die Aufteilung des pamtseo ’it in fünf Mikrotöne spiegelt möglicherweise die fünf Planeten des Alpha Centauri-Sternensystems wider. Diese Mikrotonalität zeigt sich am hörbarsten in den großartigen Navi-Festtagsgesängen. Die musikalische Beschaffenheit entsteht aus dem Zusammenspiel von Frauen- und Männerstimmen: Die Frauen singen Melodie und Text auf charakteristisch heterophone Weise, während die Männer in Brummgesang verfallen. Statt jedoch eine gleichbleibende Tonhöhe zu brummen, fluktuiert jeder einzelne Sänger seine Höhe mikrotonal, indem er von der vorgegebenen Tonhöhe in beide Richtungen um ein bis zu drei Fünftel pamtseo ’it abweicht.
Eine der größten Schwierigkeiten bei der Transkription der Lieder ist der Umstand, dass die Na’vi keine festen Tonhöhen, Stimmungen und temperierten Tonleitern haben. Die tatsächlichen Tonabstände in jeder Skala variieren von Genre zu Genre, von Lied zu Lied und selbst von Darbietung zu Darbietung. Frühe Forscher waren der Meinung, die Tonhöhen würden von der Stimmung der sie begleitenden Instrumente abhängen. Indessen wird keines der Musikinstrumente als Melodieninstrument genutzt – mit Ausnahme des großen Musikbogens.
Erste Aufzeichnungen über Na’vi-Musik legten die Vermutung nah, Tonleitern würden auf Tonhöhen der Baumtrommel basieren. Das wurde schnell durch die Erkenntnis widerlegt, dass jeder einzelne Baum seine eigenen Tonhöhen hervorbringt. Sänger können sich diesen angleichen, ebenso gut können sie sie komplett ignorieren. Denn die Baumtrommel ist für die Na’vi nur rhythmische Begleitung.
Den Na’vi ist anscheinend wichtig, melodische Grundbeschaffenheiten zu erhalten. Der sinnvollste Weg einer Transkription ist deshalb, die Beschaffenheit einer Melodie darzustellen wohl wissend, dass Intervallräume von Sänger zu Sänger, von Lied zu Lied usw. variieren können. Das folgende Beispiel eines Tanzlieds mit diatonischer Tonleiter macht die Melodiebeschaffenheit deutlich. Während einer Paarungsfeier aufgenommen, zeigt es die typisch fallenden Eigenschaften weiblicher Musik und den charakteristisch großen Stimmumfang.
Satz eins: Frauenstimmen legen die Beschaffenheit der Melodie, Paarungsfeiertanz
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Ein Punkt oberhalb der Intervallnummer zeigt die nächst höhere „Oktave“ an, zwei Punkte die „Oktave“ darüber.
Diese Art der Transkription ist eine genauere Wiedergabe der musikalischen Praxis der Na’vi als eine Notation der tatsächlichen Tonlagen. Sie verändern sich von Darbietung zu Darbietung, aber das grundsätzliche Verhältnis zwischen den Noten bleibt unverändert. Die Na’vi achten auf die melodische Beschaffenheit und möchten diese in ihren Darstellungen wiedergeben, ungeachtet der genauen Tonlage oder Ausführungsart. Die Melodie dieses Liedes ließe sich deshalb auch wie folgt umschreiben:
Tonstufe (7-stufiges Tonsystem)
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Gesetzter Text Ut ra lä (a) Nawm - - - Ut ra lä (a) Nawm - - - tì rol - - - - m(ì) aw - nga
Übersetzung: Der großartige Baum Der großartige Baum (sein) Lied (tragen wir) in uns.
Stimmliche Strukturen und Satzweisen
Die drei vorrangig zu hörenden Satzweisen in der Musik der Na’vi sind Gleichklang, Heterophonie sowie melodischer Brummgesang. Soziale Gesänge singen alle erwachsenen Na’vi meist im dichten Gleichklang.
Heimatbaummusik wird häufig heterophon gespielt, was sich am besten als überlappende Improvisationen einer Melodie beschreiben lässt, die zeitversetzt mit gelegentlichen subtilen Unterschieden in Tonlage (aber nicht in Tonleiter) und Rhythmus gesungen werden. Anhand des bereits genutzten Beispiels des Paarungfeiertanzes lässt sich die Heterophonie der Na’vis in vier Stimmen darstellen:
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* Ein Punkt oberhalb der Intervallnummer zeigt die nächst höhere „Oktave“ an, zwei Punkte die „Oktave“ darüber.
§ Den Einsatz jeder Frauenstimme zeigen unterschiedliche Farben an.
Gesang und Brummgesang sind wahrscheinlich die interessantesten Texturen der Na’vi. Genauer gesagt: die Heterophonie in den Frauenstimmen und ein mikrotonal schwankender Brummgesang, von Männern gesungen. Diese sind für Festtagsgesänge besonders typisch. (siehe Artikel zu gesellschaftlicher Musik der Na’vi.)
Rhythmen
Trotz der Komplexität ihrer Vokalmusik sind Na’vi-Rhythmen recht einfach. Die meisten sind grundsätzlich gerade Taktarten (zwei oder vier Schläge pro Takt); Anthropologen vermuten, das läge an der symmetrischen Physiologie der Na’vi. Beim Tanzen entsteht automatisch ein Zweiertakt mit einem schweren und einem leichten Schlag. Die Mehrheit der Lieder basiert auf einem Zweier- oder Vierertakt.
Rituelle Gesänge zu Ehren des Heimatbaums und in Trauerzeiten basieren auf einem Dreiertakt. Xenomusikologen, die auch die Kosmologie der Na’vi untersuchten, sind überzeugt: Er stellt die Dreiheit von Eywa, Heimatbaum und Na’vi-Volk dar. Alle Lieder beginnen und enden auf dem ersten Schlag, der am schwersten ist und die Kraft, den Schutz und die Fürsorge Eywas wiedergibt. Der dritte Schlag verkörpert den Heimatbaum, der den Sänger immer wieder zum ersten Schlag, zu Eywa, zurückführt. Der zweite Schlag, der leichteste der drei, symbolisiert die Na’vi, die sich an Eywa und den Heimatbaum schmiegen und aus ihnen Kraft ziehen.


